Veranstaltungsreihen

Creative Morning

30Tage Kunst 2014

Aktuelle Veranstaltungen

GIROrakel Goes Movie 55 

Daily Augury

17.2.2016 - 25.2.2016

Crush On You 

CD Release Konzert

8.3.2016

500 Faces Benjamin Brückner 

500 Menschen - 1Photograph

24.3.2016 - 14.4.2016
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A Crush On You

Dienstag, 08. März 2016, 20 Uhr
14,50 €

Ein Abend voll Eleganz und  Charme: Die englische Ausnahmesängerin Mary Carewe singt die zeitlosen Melodien von George Gershwin – beliebte Klassiker und einige Seltenheiten – in opulenten Arrangements von Philip Mayers für Streichorchester und Klavier. An diesem Abend wird die neue CD „A Crush On You“ (Coviello Classics) vorgestellt, die im letzten Frühjahr im Studio b-sharp in Berlin- Blankenburg entstand.

Mit über 70 Auftritten in der BBC-Sendung „Friday Night is Music Night“ hat sich Mary Carewe in ihrer Heimat England einen herausragenden Namen gemacht. Konzerte mit Musical-Hits, Hommagen an ABBA oder Burt Bacharach oder die gefeierten James-Bond-Abende mit dem Dirigenten Carl Davis festigten ihren Ruf als wandlungsfähige Sängerin. Mit den Hits aus den 007-Filmen ist sie auch mit führenden Orchestern in Europa, Asien, Nordamerika und Australien aufgetreten. Auch im intimeren Rahmen tritt sie regelmäßig international auf, häufig mit ihrem Pianisten Philip Mayers. Die CD „Serious Cabaret“ (erschienen bei Orchid Classics) dokumentiert ihre erfolgreiche Zusammenarbeit. Regelmäßig war sie in Berlin mit ihrer Schwester, der Cellistin Anna Carewe, sowie mit dem Sheridan Ensemble zu hören, unter anderem auch in der Philharmonie. Einige der Arrangements des aktuellen Konzerts wurden gemeinsam mit dem Ensemble Oriol im Kammermusiksaal der Philharmonie aus der Taufe gehoben.

Es spielt das „Swonderful Orchester“, das vor einem Jahr eigens für die CD-Aufnahme ins Leben gerufen wurde. Viele der beteiligten Musiker kennen sich bereits aus dem Ensemble Oriol und freuen sich, wieder mit den alten Freunden spielen zu können. Hier vereinen sich 24 Künstler aus ganz Europa, freischaffende Musiker sind ebenso darunter wie Mitglieder namhafter Orchester, beispielsweise der Berliner Philharmoniker, der Deutschen Kammerphilharmonie, des Berliner Konzerthaus-Orchesters, der Kammerakademie Potsdam und des Basel Chamber Orchestra. Der Abend wird geleitet und moderiert von Philip Mayers. 

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500 Faces - Benjamin Brückner

Donnerstag, 24. März 2016, 17 Uhr
Eintritt Frei

500 faces - Benjamin Brückner

Die Bilder zu der Portraitserie “500 faces” wurden alle auf dem Umsonst und Draussen Festival 2013, vom Würzburger Portrait- und Architektur Photographen Benjamin Brückner, aufgenommen.

Ort des Geschehens war ein mobiles Photostudio in einem kleinen Zeltpavillon auf den Mainwiesen. Dort portraitierte er insgesamt 500 Menschen: Ohne professionelle Maske. Glücklich, ernst, ausgelassen, verschwitzt, nach einer langen Nacht oder ausgeruht. So wie sie eben waren. Auswahlkriterien gab es keine. Jeder konnte sich während der Öffnungszeiten des Umsonst und Draussen Festivals fotografieren lassen.

Einziges Kriterium: Gerader Blick in die Kamera. Keine Pose. So ehrlich wie möglich.  Aufgenommen wurde mit einer 4x5“ Plattenkamera auf einen großformatigen schwarz-weiß Polaroidfilm. Die Originale durften die Teilnehmer behalten. Die Polaroids wurden lediglich für diese Ausstellung gescannt und werden nun hier unretuschiert gezeigt.

500     Menschen

1         Photograph

6         Helfer

1         Großformatkamera 4x5“

2         Polaroidrückteile

1         Scanner

1         Laptop

2         Studioblitze

1000  Polaroids zur Verfügung

564     Aufnahmen, davon:

64       „Zweitschüsse“, hiervon

37       defekte Polaroids

2         mal Augen zu

27       Stunden

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Veranstaltungsarchiv

Wissen auf Zeit VI 

1.2.2016

Wissen auf Zeit 

25.1.2016

Martin Reiche LUMEN 

24.1.2016 - 7.2.2016

Wissen auf Zeit IV 

11.1.2016

Matthias Freihofs Weihnachtsreise 

19.12.2015

Offener Liederabend  

4.12.2015

Zu Gast: Das Haus am Waldsee 

28.11.2015

Angst vor dem Beutenkäfer 

26.11.2015

Wissen auf Zeit III 

23.11.2015
Wissen auf Zeit VI

Montag, 01.02.2016, 18 Uhr
Eintritt Frei

Caroline A. Jones (MIT, Cambridge/Mass.)

Forgotten internationalisms. Forming art's canon in the world pictures of fairs and biennials

Abstract:

Modernism forged a deep interest in the autonomy of the art object, an ideology supported by formal analysis, art history, and the market’s codification of genius. But of course art is never autonomous, and artists have ambitions: to be cosmopolitan, to be international, to be universal. In this lecture, I argue for a history from the present that invokes an anti-autonomous object related to a subject continuously in formation through the agency of art. This history unfolds through the mass cultural, somewhat abject subject of the world’s fairs, the biennials founded in distinction to those grand expositions, and artist’s strategies in response to these ›world pictures‹. The fairs and biennials systematically structured a set of imperatives to which artists adjusted. The rules of those transformations are articulated here. By introducing a set of nested concepts such as ›blind epistemology‹, ›the aesthetics of experience‹, ›predicated internationalism‹ and a working through of the strategic differences between globalization and globalism, I seek to convert the reified term ›work of art‹ from thing to process: the working of art.

CV:

Caroline A. Jones ist Professorin für Kunstgeschichte und Direktorin des Fachbereichs History, Theory, and Criticism am Massachusetts Institute for Technology (MIT). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der modernen und zeitgenössischen Kunst, wobei ihr Fokus vor allem auf den technologischen Bedingungen der künstlerischen Produktion, Distribution und Rezeption liegt. Sie studierte Kunstgeschichte in Harvard und am Institute of Fine Arts in New York, bevor sie 1992 an der Universität Stanford promoviert wurde. Darüber hinaus war sie mehrfach als Ausstellungskuratorin und Dokumentarfilmerin tätig. Ausgewählte Publikationen: Eyesight Alone. Clement Greenberg's Modernism and the Bureaucratization of the Senses (2005); Sensorium. Embodied Experience, Technology, and Contemporary Art (2006; als Herausgeberin); Machine in the Studio. Constructing the Postwar American Artist (1996).

Beschreibung

Wissen liegt nicht einfach so vor, sondern muss produziert, verfestigt und angeeignet werden. Mit der Generierung und dem Erwerb von (neuen) Kenntnissen ist der Wissensprozess aber keineswegs endgültig abgeschlossen. Wissensbestände und praktisches Know-how sind vielmehr nur vorübergehend gesichert und niemals unumstößlich etabliert. Sie können wieder in Vergessenheit geraten oder verlernt werden – ein Umstand, der negative wie positive Seiten hat.

So kann einmal erzeugtes oder erworbenes Wissen verloren gehen, weil seine Weitergabe nicht mehr gewährleistet ist (Experten verlassen das Land; die Folgegenerationen haben kein Interesse; die Medien der Wissensspeicherung zerfallen oder werden vernichtet; die politische Zensur blockiert die Erinnerung; usw.). Zudem können Wissensbestände sowie Erkenntnisse zurückgewiesen und so dem Vergessen preisgegeben werden (tradiertes Wissen veraltet; die Wissenschaft lehnt bestimmtes Wissen als falsch oder nicht haltbar ab; die Akademie schließt bestimmte künstlerische Praktiken oder Themen als unschön, unschicklich, veraltet oder nicht korrekt aus; usw.). Auch können Wissen, Fähigkeiten und Verfahrensweisen verlernt werden, etwa weil man die Praktiken nicht mehr ausübt, die zu ihrer ständigen Aktualisierung notwendig sind, oder weil die notwendigen körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen hinfällig werden (Modernisierungsprozesse lassen tradiertes Materialwissen und künstlerische Techniken verschwinden; Krankheiten oder Unfälle ›löschen‹ erworbenes Wissen und Erfahrungen bzw. unterbrechen den Zugriff auf das einst Gewusste; usw.). Andererseits eröffnen Prozesse des Vergessens, der Überschreibung oder des ›Entlernens‹ neue Räume für (anderes) Wissen und Fertigkeiten.

Es existieren folglich unzählige Gründe dafür, dass bestehendes Wissen, ausgebildete Handfertigkeiten oder elaborierte Techniken nicht auf alle Ewigkeit verankert sind. Ihnen kommt eine Vorläufigkeit und Endlichkeit zu, und somit auch eine eigene Temporalität und Geschichtlichkeit. Stets haben wir es deshalb sowohl auf individueller als auch gesellschaftlicher Ebene mit einem Wissen auf Zeit zu tun. Die Ringvorlesung fokussiert demzufolge nicht auf die temporalen Aspekte der Erzeugung von Wissen oder die Konstituierung von Wissensbeständen. Stattdessen macht sie die Zeitlichkeit des Wissens selbst zum Thema, d.h. den Umstand, dass Wissen und Kenntnisse immerzu auch gepflegt, aktualisiert, angewandt, gespeichert, übermittelt, kurz: am Leben erhalten werden müssen.

Die Ursachen für die begrenzte Gültigkeit bzw. die Vergänglichkeit von Wissen sind vielfältig; und historische Beispiele für Vergessen und Verlernen sind nicht minder zahlreich. Zu fragen wäre hiervon ausgehend etwa, welche Strategien die Künste entwickelten, dem drohenden Verlust von Wissen entgegenzuwirken, und welche Rolle dabei Traditions-, Kanon- und Ausbildung spielten. Aus einer anderen Perspektive stellt sich zugleich die Frage, wie die Künste mit dem prekären und vorläufigen Charakter des Gewussten und Erlernten auf eine produktive Weise umgingen und welchen künstlerischen Nutzen sie daraus zu schlagen vermochten. So können etwa das gezielte Verlernen von habitualisiertem Körperwissen in der Kunstausbildung oder der Rückgriff auf verschüttetes bzw. abseitiges Wissen, überholte Systematiken und Ordnungen als alternative und schöpferische Zugangsweisen verstanden werden. Außerdem lässt sich darüber nachdenken, ob und inwiefern die Künste nicht selbst als Strategien zu verstehen sind, die ›offizielles‹ Wissen festigen, haltbar machen und legitimieren sollen. Nicht zuletzt gilt es grundsätzlich zu verstehen, was es für Individuen und Kulturen bedeutet, dass jedes Wissen stets vorläufig ist und seine Existenz und Relevanz nur auf Zeit beanspruchen kann.

 

Konzeption: Dr. Marcel Finke

Wissen auf Zeit V

Montag, 25.01.2016, 18 Uhr
Eintritt Frei

Lambros Malafouris (Keble College, Oxford)

On situated bodies. A process archaeology of mind

Abstract:
 
Humans can be described as deep time creative ›thingers‹. That is, we are embodied and self-conscious beings able to influence our developmental paths by changing our means of material engagement. In short, we create material things and assemblages which scaffold the ecology of our minds and shape the boundaries of our thinking. This openness of the human mind to creative evolution is one of the distinctive features of our species. It also indicates the situated character of human intelligence. In my lecture, I will explore some implications of this ongoing dialectic of co-constitution of people and things for the traditional ways we understand the historicity and temporality of minds and skills.

CV:

Lambros Malafouris ist Johnson Research and Teaching Fellow im Fachbereich Kreativität, Wahrnehmung und Materielle Kultur am Keble College und dem Institut für Archäologie der Universität Oxford. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Archäologie des Geistes sowie die Philosophie der materiellen Kultur. Zu seinen jüngsten Publikationen gehören unter anderem: How Things Shape the Mind. A Theory of Material Engagement (2013); The Cognitive Life of Things. Recasting the Boundaries of the Mind (hg. gemeinsam mit Colin Renfrew, 2010); Material Agency. Towards a Non-Anthropocentric Approach (hg. gemeinsam mit Carl Knappett, 2008); The Sapient Mind. Archaeology meets Neuroscience (hg. gemeinsam mit Colin Renfrew and Chris Frith, 2008).

Beschreibung

Wissen liegt nicht einfach so vor, sondern muss produziert, verfestigt und angeeignet werden. Mit der Generierung und dem Erwerb von (neuen) Kenntnissen ist der Wissensprozess aber keineswegs endgültig abgeschlossen. Wissensbestände und praktisches Know-how sind vielmehr nur vorübergehend gesichert und niemals unumstößlich etabliert. Sie können wieder in Vergessenheit geraten oder verlernt werden – ein Umstand, der negative wie positive Seiten hat.

So kann einmal erzeugtes oder erworbenes Wissen verloren gehen, weil seine Weitergabe nicht mehr gewährleistet ist (Experten verlassen das Land; die Folgegenerationen haben kein Interesse; die Medien der Wissensspeicherung zerfallen oder werden vernichtet; die politische Zensur blockiert die Erinnerung; usw.). Zudem können Wissensbestände sowie Erkenntnisse zurückgewiesen und so dem Vergessen preisgegeben werden (tradiertes Wissen veraltet; die Wissenschaft lehnt bestimmtes Wissen als falsch oder nicht haltbar ab; die Akademie schließt bestimmte künstlerische Praktiken oder Themen als unschön, unschicklich, veraltet oder nicht korrekt aus; usw.). Auch können Wissen, Fähigkeiten und Verfahrensweisen verlernt werden, etwa weil man die Praktiken nicht mehr ausübt, die zu ihrer ständigen Aktualisierung notwendig sind, oder weil die notwendigen körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen hinfällig werden (Modernisierungsprozesse lassen tradiertes Materialwissen und künstlerische Techniken verschwinden; Krankheiten oder Unfälle ›löschen‹ erworbenes Wissen und Erfahrungen bzw. unterbrechen den Zugriff auf das einst Gewusste; usw.). Andererseits eröffnen Prozesse des Vergessens, der Überschreibung oder des ›Entlernens‹ neue Räume für (anderes) Wissen und Fertigkeiten.

Es existieren folglich unzählige Gründe dafür, dass bestehendes Wissen, ausgebildete Handfertigkeiten oder elaborierte Techniken nicht auf alle Ewigkeit verankert sind. Ihnen kommt eine Vorläufigkeit und Endlichkeit zu, und somit auch eine eigene Temporalität und Geschichtlichkeit. Stets haben wir es deshalb sowohl auf individueller als auch gesellschaftlicher Ebene mit einem Wissen auf Zeit zu tun. Die Ringvorlesung fokussiert demzufolge nicht auf die temporalen Aspekte der Erzeugung von Wissen oder die Konstituierung von Wissensbeständen. Stattdessen macht sie die Zeitlichkeit des Wissens selbst zum Thema, d.h. den Umstand, dass Wissen und Kenntnisse immerzu auch gepflegt, aktualisiert, angewandt, gespeichert, übermittelt, kurz: am Leben erhalten werden müssen.

Die Ursachen für die begrenzte Gültigkeit bzw. die Vergänglichkeit von Wissen sind vielfältig; und historische Beispiele für Vergessen und Verlernen sind nicht minder zahlreich. Zu fragen wäre hiervon ausgehend etwa, welche Strategien die Künste entwickelten, dem drohenden Verlust von Wissen entgegenzuwirken, und welche Rolle dabei Traditions-, Kanon- und Ausbildung spielten. Aus einer anderen Perspektive stellt sich zugleich die Frage, wie die Künste mit dem prekären und vorläufigen Charakter des Gewussten und Erlernten auf eine produktive Weise umgingen und welchen künstlerischen Nutzen sie daraus zu schlagen vermochten. So können etwa das gezielte Verlernen von habitualisiertem Körperwissen in der Kunstausbildung oder der Rückgriff auf verschüttetes bzw. abseitiges Wissen, überholte Systematiken und Ordnungen als alternative und schöpferische Zugangsweisen verstanden werden. Außerdem lässt sich darüber nachdenken, ob und inwiefern die Künste nicht selbst als Strategien zu verstehen sind, die ›offizielles‹ Wissen festigen, haltbar machen und legitimieren sollen. Nicht zuletzt gilt es grundsätzlich zu verstehen, was es für Individuen und Kulturen bedeutet, dass jedes Wissen stets vorläufig ist und seine Existenz und Relevanz nur auf Zeit beanspruchen kann.

 

Konzeption: Dr. Marcel Finke

 

Martin Reiche - LUMEN

Sonntag, 24. Januar 2016, 17 Uhr
Eintritt Frei

Lumen ist eine kontemplative vierstündige Videoinstallation des Medienkünstlers Martin Reiche aus dem Jahr 2016. Die Arbeit thematisiert Vergänglichkeit und die Einfachheit natürlicher Schönheit durch die Projektion farbenfroher Naturaufnahmen, die jedoch in Muster gedrückt und dadurch entfremdet einen Eindruck von Künstlichkeit, vom „Durch-Designten“ unserer täglichen Konsumkultur, erzeugen.

Lumen wird täglich von 17:00 bis 21:00 Uhr im Orangelab zu sehen sein.

Wissen auf Zeit IV

Montag, 11.01.2016, 18 Uhr
Eintritt Frei

Nicolas Pethes (Universität Köln)

Perpetuierte Erkenntnis. Zum Diskurs über Vorläufigkeit, Prozessualität und Ephemeralität von Zeitschriftenwissen

Abstract:

Zeitschriften sind ein wesentliches Medium der Wissenskommunikation seit der Frühen Neuzeit und gelten bis heute als Publikationsort mit dem höchsten Renommee. Dennoch wurde die »Zeitschriftenwissenschaft« (wie Ludwik Fleck sie im Unterschied zur »Handbuchwissenschaft« bezeichnete) auch kritisch gesehen, da ihre Ergebnisse unfertig und unsystematisch erschienen. Der Vortrag wird diese Kritik diskurshistorisch herleiten und relativieren, ihr dabei aber zugleich anhand von Zeitschriftentheorien vom 18. bis zum 20. Jahrhunderts zentrale Aspekte einer spezifischen Temporalität von Wissen in periodischen Medien entnehmen. Es handelt sich um eine Temporalität, die in der Angewiesenheit von Erkenntnis auf ›Perpetuierung‹ (Peter Szondi) bzw. das »Ephemere«(Walter Benjamin) zu sehen und also durchaus auch positiv zu werten ist.

CV:

Nicolas Pethes ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln. Er hat dort 1998 mit einer Arbeit zur Poetik der Erinnerung bei Walter Benjamin promoviert und 2005 mit einer Arbeit zu pädagogischen Menschenversuchen in der Literatur der Spätaufklärung habilitiert. Anschließend war er an den Universitäten Bonn, Hagen, Bochum und Stanford tätig. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Wechselbeziehungen zwischen Literatur und Wissenschaft, kulturwissenschaftlichen Gedächtnistheorien, der Mediengeschichte der Literatur sowie der Diskursgeschichte der Populärkultur. Jüngste Veröffentlichung: Literarische Fall-Archive. Zur Epistemologie und Ästhetik seriellen Erzählens am Beispiel von Stifters Mappe (Berlin 2015).

Beschreibung

Wissen liegt nicht einfach so vor, sondern muss produziert, verfestigt und angeeignet werden. Mit der Generierung und dem Erwerb von (neuen) Kenntnissen ist der Wissensprozess aber keineswegs endgültig abgeschlossen. Wissensbestände und praktisches Know-how sind vielmehr nur vorübergehend gesichert und niemals unumstößlich etabliert. Sie können wieder in Vergessenheit geraten oder verlernt werden – ein Umstand, der negative wie positive Seiten hat.

So kann einmal erzeugtes oder erworbenes Wissen verloren gehen, weil seine Weitergabe nicht mehr gewährleistet ist (Experten verlassen das Land; die Folgegenerationen haben kein Interesse; die Medien der Wissensspeicherung zerfallen oder werden vernichtet; die politische Zensur blockiert die Erinnerung; usw.). Zudem können Wissensbestände sowie Erkenntnisse zurückgewiesen und so dem Vergessen preisgegeben werden (tradiertes Wissen veraltet; die Wissenschaft lehnt bestimmtes Wissen als falsch oder nicht haltbar ab; die Akademie schließt bestimmte künstlerische Praktiken oder Themen als unschön, unschicklich, veraltet oder nicht korrekt aus; usw.). Auch können Wissen, Fähigkeiten und Verfahrensweisen verlernt werden, etwa weil man die Praktiken nicht mehr ausübt, die zu ihrer ständigen Aktualisierung notwendig sind, oder weil die notwendigen körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen hinfällig werden (Modernisierungsprozesse lassen tradiertes Materialwissen und künstlerische Techniken verschwinden; Krankheiten oder Unfälle ›löschen‹ erworbenes Wissen und Erfahrungen bzw. unterbrechen den Zugriff auf das einst Gewusste; usw.). Andererseits eröffnen Prozesse des Vergessens, der Überschreibung oder des ›Entlernens‹ neue Räume für (anderes) Wissen und Fertigkeiten.

Es existieren folglich unzählige Gründe dafür, dass bestehendes Wissen, ausgebildete Handfertigkeiten oder elaborierte Techniken nicht auf alle Ewigkeit verankert sind. Ihnen kommt eine Vorläufigkeit und Endlichkeit zu, und somit auch eine eigene Temporalität und Geschichtlichkeit. Stets haben wir es deshalb sowohl auf individueller als auch gesellschaftlicher Ebene mit einem Wissen auf Zeit zu tun. Die Ringvorlesung fokussiert demzufolge nicht auf die temporalen Aspekte der Erzeugung von Wissen oder die Konstituierung von Wissensbeständen. Stattdessen macht sie die Zeitlichkeit des Wissens selbst zum Thema, d.h. den Umstand, dass Wissen und Kenntnisse immerzu auch gepflegt, aktualisiert, angewandt, gespeichert, übermittelt, kurz: am Leben erhalten werden müssen.

Die Ursachen für die begrenzte Gültigkeit bzw. die Vergänglichkeit von Wissen sind vielfältig; und historische Beispiele für Vergessen und Verlernen sind nicht minder zahlreich. Zu fragen wäre hiervon ausgehend etwa, welche Strategien die Künste entwickelten, dem drohenden Verlust von Wissen entgegenzuwirken, und welche Rolle dabei Traditions-, Kanon- und Ausbildung spielten. Aus einer anderen Perspektive stellt sich zugleich die Frage, wie die Künste mit dem prekären und vorläufigen Charakter des Gewussten und Erlernten auf eine produktive Weise umgingen und welchen künstlerischen Nutzen sie daraus zu schlagen vermochten. So können etwa das gezielte Verlernen von habitualisiertem Körperwissen in der Kunstausbildung oder der Rückgriff auf verschüttetes bzw. abseitiges Wissen, überholte Systematiken und Ordnungen als alternative und schöpferische Zugangsweisen verstanden werden. Außerdem lässt sich darüber nachdenken, ob und inwiefern die Künste nicht selbst als Strategien zu verstehen sind, die ›offizielles‹ Wissen festigen, haltbar machen und legitimieren sollen. Nicht zuletzt gilt es grundsätzlich zu verstehen, was es für Individuen und Kulturen bedeutet, dass jedes Wissen stets vorläufig ist und seine Existenz und Relevanz nur auf Zeit beanspruchen kann.

 

Konzeption: Dr. Marcel Finke

Matthias Freihofs Weihnachtsreise

Samstag, 19. Dezember 2015, 20 Uhr
15,--€

Weihnachtsreise!

Matthias Freihof singt Lieder aus aller Welt.

Der Schauspieler und Sänger Matthias Freihof und sein Pianist Stefan Kling laden auch in diesem Jahr wieder zum exklusiven Weihnachtsprogramm der anderen Art ein:
Mit traditionellen Weihnachtsliedern aus verschiedenen Epochen und den unterschiedlichsten Teilen der Welt, begeben sie sich gemeinsam mit dem Publikum auf eine Reise durch Raum und Zeit, die einen Einblick in das Liedgut aus Ländern wie Frankreich, Tschechien, Polen, England und vielen mehr gibt.
Virtuos unterstützt wird er durch Stefan Kling an Piano und Synthesizern, der die Reise musikalisch vollendet.
Bei diesem außergewöhnlichen Liederabend, handelt es sich nicht um den üblichen Adventsgesang, sondern einen Vorweihnachtsabend der Extraklasse, der gleichermaßen mutig-erfrischend und doch bewegend-besinnlich ist.

Offener Liederabend

Freitag, 04. Dezember 2015 20 Uhr
Eintritt Frei

Eine akustisch - musikalische Darbietung einer Auswahl bekannter Rock - und Popsongs aus den letzten 40 Jahren mit der Bitte um Geldspenden in einer dafür bereitgestellten Box für die HelferInnen / Flüchtlinge am LaGeSo.

MITSINGEN ausdrücklichst erwünscht.

Offen für ALLE Menschen.
Mitwirkende:
u.a.
Clelia Sarto
Chiara Schoras
Selda Kaya
Roberto Guerra
Taner Aydin
Ilker Aydin

EINTRITT FREI - Es geht der Hut rum!

Zu Gast: Das Haus am Waldsee

Samstag, 28. November 2015, 16 Uhr
Eintritt Frei

Das Haus am Waldsee präsentiert:

Simon Faithfull - A Journey Across Europe and Africa

Das Haus am Waldsee ist am Samstag, den 28. November von 16.00 bis 20.00 Uhr zu Gast im orangelab am Ernst-Reuter-Platz 2. Wir freuen uns, Sie aus diesem Anlass zu einem Screening mit neuen Videoarbeiten des britischen Künstlers Simon Faithfull (*1966) nach Charlottenburg einzuladen.

Neben seiner Lehrtätigkeit an der Slade School of Art in London sowie zahlreichen Aufträgen und internationalen Ausstellungsbeteiligungen, war ein erster Werküberblick von Simon Faithfull 2009/10 im Haus am Waldsee zu sehen. Seine Arbeiten zeichnen sich durch überwältigende Begegnungen zwischen den Naturgewalten und ihm selbst aus, wobei das Scheitern stets eine besondere und zugleich humorvolle Komponente darstellt. Faithfull lebt in Berlin und London.

Haus am Waldsee and orangelab are delighted to invite you to a screening of new video works by the British artist Simon Faithfull (b. 1966), on Saturday 28th November, 4 till 8pm, at Ernst-Reuter-Platz 2. As well as teaching at the Slade School of Art in London, Faithfull has received numerous commissions and international exhibitions and was the subject of a survey exhibition at Haus am Waldsee in 2009. In 2011 Faithfull’s work was then presented at Rohkunstbau.  Faithfull’s artworks are characterised by overwhelming encounters between the forces of nature and the artist himself in which failure often plays a central role, as well as humour.  Faithfull lives in Berlin and London.


Five works will be presented, all of which were created since 2009. These are:

 

0º00 Navigation Part II: A Journey Across Europe and Africa

80 digital photographs, 2015

EZY1899: Reenactment for a Future Scenario
HD video, 12min, 2012

REEF
HD video, 10min, 2012

Going Nowhere II
HD video, 6min 2011

0º00 Navigation Part I: A Journey Across England
55min, video and super8 transferred to DVD, 2009

 Die Bar ist ab 16 Uhr geöffnet.

Wir freuen uns sehr auf diese Sonderveranstaltung am Vorabend des ersten Advent in Charlottenburg.

The bar will be open from 4pm.

We are looking forward to seeing you at this event on the eve of the first Sunday of Advent in Charlottenburg.

 

Katja Blomberg             Hans Brückner

Haus am Waldsee        orangelab

Angst vor dem Beutenkäfer

Donnerstag, 26.11.2015 19:30 Uhr
5,--€

Der Beutenkäfer in Kalabrien: Die Bekämpfungsstrategie von Veterinärbehörden und Imkerverbänden, aktueller Stand, Situation der betroffenen Imker
Abendveranstaltung mit Francesco Artese, Präsident des kalabresischen Imkerverbandes FAI, als gemeinsame Veranstaltung der Armbruster Imkerschule und des Imkervereins Charlottenburg-Wilmersdorf.

Am 12. September 2014 meldeten die italienischen Behörden den Fund des Kleinen Beutenkäfers in Kalabrien. Damit war es amtlich, neben der Varroa-Milbe bedroht nun ein weiterer Parasit die heimischen Bienenbestände. Die Auswirkungen sind erheblich. Binnen nur weniger Wochen kann der ursprünglich in Afrika beheimatete Schädling ein Bienenvolk vernichten.
Das italienische Gesundheitsministerium reagierte schnell. Im Umkreis von 20 km um den ersten Befund wurden alle Bienenstände untersucht und als Folge mittlerweile mehr als 3000 Bienenvölker mit Beuten verbrannt.

Schon bald auch bei uns?

Ein Befall in Deutschland konnte zwar bislang noch nicht nachgewiesen werden, dass wir damit nicht auch noch zu tun bekommen, bedeutet das allerdings nicht. Um das Beutenkäferproblem schnellstmöglich in den Griff zu bekommen und eine weitere Ausbreitung des Schädlings in Europa zu verhindern, ist es unerlässlich die Erfahrungen der bislang betroffenen Länder zu kennen und daraus zu lernen.
Francesco Artese, Vorstand des kalabresischen Landesverbandes der FAI, liefert Informationen aus erster Hand. In seinem Vortrag  berichtet er über den Verlauf der Seuche, die Bekämpfungsstrategie und den momentanen Stand der Dinge in Italien. Und wer könnte das besser als er, der als erster Imker in Kalabrien von einer Standverbrennung betroffen war.

Termin: Donnerstag, 26. November 2015, 19.30 bis 22.30 Uhr
Ort: ORANGE LAB, Ernst-Reuter-Platz 2, 10 857 Berlin
Eintritt: 5 Euro

 

Wissen auf Zeit III

Montag, 23. November 2015, 18 Uhr
Eintritt Frei

Margarete Vöhringer

"Messen, beschleunigen, anhalten, zurückdrehen. Das Zeitmanagement der russischen Avantgarde"

 

Abstract

Die russische Avantgarde ist als Kunst der Vorhut bekannt. Nach der Oktoberrevolution war sie an dem großen Projekt des Aufbaus einer neuen Gesellschaft beteiligt. Dabei galt es, die Zukunft des ›Neuen Menschen‹ nicht nur zu propagieren, sondern auch herbeizuführen. So entstanden Fotografien, Gebäude, Filme und Plakate, die zum einen zeigten, was zu tun ist, und zum anderen versuchten, zu einer Beschleunigung des Fortschritts beizutragen. Hierzu bedienten sich die Künstler etablierter Verfahren aus den Wissenschaften: Menschen wurden ebenso vermessen wie Stadtpläne; Fotografien montierten Ereignisse und schienen sie damit anzuhalten und sichtbar zu machen, wie dies die Arbeitswissenschaften mit menschlichen Bewegungen vermochten; im Film liefen die Bilder vorwärts und rückwärts, Zeit schien völlig frei handhabbar, während in der Medizin Verjüngungsexperimente stattfanden, die versuchten, die physiologische Zeit tatsächlich zurückzudrehen. Der Vortrag wird zu zeigen versuchen, wie sich ein Verständnis von ›Zeit‹ in den 1920er Jahren durch den Austausch von Kunst und Physiologie formierte und inwiefern dieses für seine Zeit spezifische Wissen bis heute lehrreich sein kann.

CV

Margarete Vöhringer ist Leiterin des Forschungsbereichs »Visuelles Wissen« und des Projekts »Wissenspraktiken. Bilder in der Geschichte der Psychophysik und Psychotechnik« am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin. Sie studierte Kunstwissenschaft und Medientheorie sowie Philosophie und Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. In ihrer Forschung interessiert sie sich vor allem für die Wechselverhältnisse zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft, zwischen Theorie und Praxis sowie zwischen lokalen und globalen Wissensformen. Weitere Schwerpunkte sind die Praktiken und Materialien der Wissensentstehung, Kulturtechniken des Sehens sowie die Russische Avantgarde. Ausgewählte Publikationen: Avantgarde und Psychotechnik. Wissenschaft, Kunst und Technik der Wahrnehmungsexperimente in der frühen Sowjetunion (2007); Wissenschaft im Museum – Ausstellung im Labor (hg. gemeinsam mit Anke te Heesen, 2014); Das Auge im Labor. Zur Erforschung und Gestaltung eines Organs (in Vorbereitung).

 

Beschreibung

Wissen liegt nicht einfach so vor, sondern muss produziert, verfestigt und angeeignet werden. Mit der Generierung und dem Erwerb von (neuen) Kenntnissen ist der Wissensprozess aber keineswegs endgültig abgeschlossen. Wissensbestände und praktisches Know-how sind vielmehr nur vorübergehend gesichert und niemals unumstößlich etabliert. Sie können wieder in Vergessenheit geraten oder verlernt werden – ein Umstand, der negative wie positive Seiten hat.

So kann einmal erzeugtes oder erworbenes Wissen verloren gehen, weil seine Weitergabe nicht mehr gewährleistet ist (Experten verlassen das Land; die Folgegenerationen haben kein Interesse; die Medien der Wissensspeicherung zerfallen oder werden vernichtet; die politische Zensur blockiert die Erinnerung; usw.). Zudem können Wissensbestände sowie Erkenntnisse zurückgewiesen und so dem Vergessen preisgegeben werden (tradiertes Wissen veraltet; die Wissenschaft lehnt bestimmtes Wissen als falsch oder nicht haltbar ab; die Akademie schließt bestimmte künstlerische Praktiken oder Themen als unschön, unschicklich, veraltet oder nicht korrekt aus; usw.). Auch können Wissen, Fähigkeiten und Verfahrensweisen verlernt werden, etwa weil man die Praktiken nicht mehr ausübt, die zu ihrer ständigen Aktualisierung notwendig sind, oder weil die notwendigen körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen hinfällig werden (Modernisierungsprozesse lassen tradiertes Materialwissen und künstlerische Techniken verschwinden; Krankheiten oder Unfälle ›löschen‹ erworbenes Wissen und Erfahrungen bzw. unterbrechen den Zugriff auf das einst Gewusste; usw.). Andererseits eröffnen Prozesse des Vergessens, der Überschreibung oder des ›Entlernens‹ neue Räume für (anderes) Wissen und Fertigkeiten.

Es existieren folglich unzählige Gründe dafür, dass bestehendes Wissen, ausgebildete Handfertigkeiten oder elaborierte Techniken nicht auf alle Ewigkeit verankert sind. Ihnen kommt eine Vorläufigkeit und Endlichkeit zu, und somit auch eine eigene Temporalität und Geschichtlichkeit. Stets haben wir es deshalb sowohl auf individueller als auch gesellschaftlicher Ebene mit einem Wissen auf Zeit zu tun. Die Ringvorlesung fokussiert demzufolge nicht auf die temporalen Aspekte der Erzeugung von Wissen oder die Konstituierung von Wissensbeständen. Stattdessen macht sie die Zeitlichkeit des Wissens selbst zum Thema, d.h. den Umstand, dass Wissen und Kenntnisse immerzu auch gepflegt, aktualisiert, angewandt, gespeichert, übermittelt, kurz: am Leben erhalten werden müssen.

Die Ursachen für die begrenzte Gültigkeit bzw. die Vergänglichkeit von Wissen sind vielfältig; und historische Beispiele für Vergessen und Verlernen sind nicht minder zahlreich. Zu fragen wäre hiervon ausgehend etwa, welche Strategien die Künste entwickelten, dem drohenden Verlust von Wissen entgegenzuwirken, und welche Rolle dabei Traditions-, Kanon- und Ausbildung spielten. Aus einer anderen Perspektive stellt sich zugleich die Frage, wie die Künste mit dem prekären und vorläufigen Charakter des Gewussten und Erlernten auf eine produktive Weise umgingen und welchen künstlerischen Nutzen sie daraus zu schlagen vermochten. So können etwa das gezielte Verlernen von habitualisiertem Körperwissen in der Kunstausbildung oder der Rückgriff auf verschüttetes bzw. abseitiges Wissen, überholte Systematiken und Ordnungen als alternative und schöpferische Zugangsweisen verstanden werden. Außerdem lässt sich darüber nachdenken, ob und inwiefern die Künste nicht selbst als Strategien zu verstehen sind, die ›offizielles‹ Wissen festigen, haltbar machen und legitimieren sollen. Nicht zuletzt gilt es grundsätzlich zu verstehen, was es für Individuen und Kulturen bedeutet, dass jedes Wissen stets vorläufig ist und seine Existenz und Relevanz nur auf Zeit beanspruchen kann.

 

Konzeption: Dr. Marcel Finke

 

 

Standort

Historie 

Vom Großrechnersaal zur Special Location

Nutzungsmöglichkeiten 

Raum für neues Denken - Schnittstelle zur Öffentlichkeit

Fakten 

Infos und Daten für die Planung. Grundriss und Pläne zum Download.

Das Gebäude am Ernst-Reuter-Platz 2 wurde 1962 von dem bekannten Architekten der Nachkriegsmoderne, Rolf Gutbrod, als Deutschlandzentrale von IBM gebaut. Der neungeschossige Stahlbetonskelettbau mit großen Fensterfronten reiht sich als Solitär in das denkmalgeschützte Gesamtensemble des Ernst-Reuter-Platzes ein.

Die Region hat sich zu einem Standort von Kreativwirtschaft, Forschung, Wissenschaft und Bildung entwickelt und ist damit ein wichtiger Motor für den Aufschwung der City West.

Ursprünglich als Serversaal von IBM konzipiert standen in den 60er Jahren hier turbinengroße Rechner. IBM sprach stolz vom „Elektronengehirn hinter Glas“. Heute ist der ehemalige Serverraum in dem denkmalgeschützten Gebäude das orangelab der CB.e AG – eine besondere Location in zentraler Lage.

Schon immer ein Ort für Innovationen: was in den 60er Jahren der Serversaal von IBM war, ist 2013 ein Ort für neues Denken, Diskurs und Disput. Das orangelab ist eine Schnittstelle zur Öffentlichkeit – sowohl im architektonischen als auch im inhaltlichen Sinne. Es ist das Experimentierfeld mit dem die Kommunikationsagentur CB.e AG künstlerischen, kulturellen und sozialen Projekten eine Plattform jenseits kommerzieller Zwänge bietet.

Außerdem bieten wir den multifunktionalen Raum zur individuellen Gestaltung verschiedenster Anlässe und Veranstaltungsformate an. Die charakteristische Architektur des denkmalgeschützten Hauses setzt sich im Inneren fort. Die Symbiose aus vieleckigem Grundriss, markanten Wand- und Deckenvorsprüngen, Glas und Beton macht das orangelab zu einer Location mit einzigartigem Ambiente. Eine lange Fensterfront schafft eine Sichtbarkeit zum Ernst-Reuter-Platz. Sie lässt sich bei Bedarf öffnen oder verblenden. Der Nutzungsfläche des orangelabs ist ein Bar- und Lounge-Bereich angeschlossen.

Ob Showroom, Pop-up Store, Workshop, Schulung, Pressekonferenz, Mitarbeiterveranstaltung Ausstellung, Konzert oder private Party - die Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten des orangelabs ist groß.

Wir bieten Veranstaltern unsere eigene onlinebasierte Gästemanagement-Software enrio an. Deren umfangreiche Möglichkeiten können in Design und Funktionalitäten individuell auf spezielle Anforderungen zugeschnitten werden. Mehr über enrio

Facts

  • Lage: City West, Nähe Messe Berlin
  • 260 m²  Nutzfläche | 5 m Raumhöhe
  • EG, große Fensterfront zum Ernst-Reuter-Platz, Öffnung und Verblendung möglich
  • Angegliederter Bar und Lounge-Bereich
  • Barrierefrei
  • Foyerflächen und Lagerräume
  • Basisausstattung Tische und Stühle

Möglichkeiten

  • Kunst & Kultur
  • Firmenveranstaltungen
  • Private Event

Technische Ausstattung

  • Leinwand und Beamer
  • Tonanlage und Mikrofone
  • Lichtanlage
  • Mobile und modulare Bühne
  • Kraftstrom
  • Aufzug

Kapazitäten

  • Empfang                            200 Personen
  • Reihenbestuhlung               150 Personen
  • Galabestuhlung                    80 Personen

enrio Gäste- und Teilnehmer-Management

  • Onlinebasierte Software mit individuellen Erweiterungsoptionen
  • Nutzerfreundliches Medium für Veranstalter und Gäste
  • Anwenderfreundliche Administrationsumgebung
  • Hoher Sicherheitsstandard
  • Effektive Veranstaltungs-Microsite

Besondere Merkmale

  • Ohne Catering-Bindung
  • Tageslicht
  • Parkplätze (in begrenzter Anzahl)
  • LKW-Zufahrt